Jeder Mensch verbraucht Energie: Ob aktiv beim Duschen, mit dem Auto, beim Kochen oder passiv durch die Heizung, die auch in Abwesenheit läuft. Oder mit dem Fernseher, der auf Stand-by steht.

Mit ein paar Kniffen spüren Sie die stillen Verbraucher auf und reduzieren so aktiv Ihre Energiekosten. In den einzelnen Bereichen erhalten Sie Tipps und Tricks, wie Sie selbst ganz einfach Energie und Wasser sparen können.


Küche

Einige Küchengeräte gehören zu den größten Energiefressern im ganzen Haus. Kühlschränke und Gefriertruhen sind zusammen für rund 20 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in europäischen Haushalten verantwortlich. 

Erfahren Sie in unserem Videobeitrag, wie Sie beim Kochen Energie sparen können.

Energiespartipps

Kühl- und Gefrierschrank

Kühl- und Gefrierschrank

  • Bei der Wahl eines neuen Kühlschranks sollte das Energie Label entscheiden: Kaufen Sie nur Geräte der Effizienzklasse A++.
  • Ein Kühlschrank ist kein Eisfach! Um Lebensmittel kühl und frisch zu halten, reicht es, die Temperatur auf fünf bis sieben Grad einzustellen. Mit jedem zusätzlichen Grad senken Sie den Stromverbrauch um sechs Prozent.
  • Tauen Sie Ihre Kühlgeräte regelmäßig ab. Eine dicke Eisschicht um die Kühlaggregate wirkt wie eine Isolierung – und treibt den Stromverbrauch in die Höhe.

Spülmaschine

Spülmaschine

  • Schalten Sie die Spülmaschine erst an, wenn sie voll ist. Für kleine Haushalte ist eine kleinere Maschine sinnvoll. Grundsätzlich aber gilt: Große Spülmaschinen verbrauchen weniger Energie pro Teller als kleine.

  • Spülen Sie das Geschirr nicht unter fließendem Wasser vor. Wenn die Gerätetür immer fest verschlossen ist, trocknen die Speisereste gar nicht erst an.

Kleingeräte

Kleingeräte

  • Vorsicht Kalk! Der weiße Belag wirkt wie eine Isolierschicht und heizt den Stromverbrauch an. Wasserkocher, aber auch Eierkocher, Kaffee- und Espressomaschinen sollten dann regelmäßig entkalkt werden. So erhöhen Sie zusätzlich die Lebensdauer der Geräte.

  • Für eine Tasse Tee muss der Wasserkocher nicht bis zum Rand gefüllt werden. Energie spart, wer immer nur so viel kocht, wie er tatsächlich braucht.

Heizen

Egal ob Gas, Öl oder Holz als Energieträger, an nassen Herbsttagen oder im kalten Winter wollen wir es mollig warm haben. Aber nicht jeder Raum muss den ganzen Tag über beheizt werden. Gerade bei Heizung und Raumtemperatur lässt sich nämlich viel Energie und damit auch Geld sparen. Jedes Grad weniger bei der Raumtemperatur, senkt den Heizenergieverbrauch um rund sechs Prozent.

Erfahren Sie in unserem Videobeitrag, wie Sie beim Heizen Energie sparen können.

Energiespartipps

Heizung

Heizung

  • Heizen Sie Ihre Räume entsprechend der Art und Dauer der Benutzung. Bäder sollten 20 bis 22 Grad, Wohnräume 20 Grad, Schlafzimmer, Küche und ungenutzte Räume zwischen 16 und 18 Grad aufweisen. In den Fluren reicht lediglich eine Temperatur von 14 bis 15 Grad.
  • Drehen Sie beim Verlassen der Wohnung die Heizung herunter. Mit einer Zeitschaltuhr lässt sich das auch ganz bequem erledigen.
  • Heizkörper brauchen Luft - stellen Sie die Heizkörper nicht mit Möbeln oder anderen Gegenständen zu.

Kamin

Kamin

Ein prasselndes, knackendes Feuer während draußen ein klirrend kalter Wintertag zu Ende geht – wegen der steigenden Energiepreise setzen immer mehr Menschen auf die wärmenden Eigenschaften von Kaminen und Öfen.

  • Achten Sie bei der Anschaffung darauf, dass der Ofen zu der Raumgröße passt. Viele Öfen haben eine Wärmeleistung von 6 bis 8 Kilowatt (kW). Mit dieser Leistung kann man etwa 90 bis 150 Kubikmeter Raum beheizen.
  • Achten Sie beim Holz darauf, dass es richtig trocken ist. Zu feuchtes Holz vermindert den Wirkungsgrad eines Ofens und gleichzeitig auch die Heizleistung.
  • Verwenden Sie nur so viel Holz wie nötig. Zu viel Holz produziert nur ungenutzte Wärme und erhöht deutlich den Energieverbrauch.

Beleuchtung

Ob Glühbirne, Leuchtstoffröhre, Leuchtdiode, Halogen- oder LED-Leuchte – in jedem Haushalt leuchtet es aus Ecken, von Wänden und Decken. Im Schnitt nimmt die Beleuchtung mittlerweile fast den gleichen Anteil am Stromverbrauch ein wie Kochen und Backen. Das klingt unglaublich: Aber die vielen Lampen und Leuchten verbrauchen, auf das Jahr gerechnet, zusammen ähnlich viel Strom wie Elektroherd, Waschmaschine oder Trockner.

Erfahren Sie in unserem Videobeitrag, wie Sie beim Licht Energie sparen können.

Kaputte Lampen sollten in den meisten Fällen mit LED-Lampen ersetzt werden. Diese halten in der Regel deutlich länger, brauchen nur einen Bruchteil an Strom und sind in allen gängigen Formen erhältlich. Auch die Preise sind in so, dass sich evtl. Mehrkosten über die Lebensdauer rechnen.

Bei Lampen, die noch funktionieren, kann sich ein Wechsel auf LED auch lohnen.

Energiespartipps

Festbeleuchtung

Festbeleuchtung

  • Vermeiden Sie eine unnötige "Festbeleuchtung". Beleuchten Sie nur Räume, in denen Sie sich gerade aufhalten. In großen Räumen sollten Sie die Lichtquellen so verteilen, dass einzelne Raumteile unabhängig voneinander beleuchtet werden können.
  • Bewegungssensoren (z.B. in einem Smart-Home-System) können dabei helfen, Licht bei Bedarf an-, und bei Abwesenheit im Raum, automatisch wieder auszuschalten.

Außenbeleuchtung

Energiesparlampen

  • Ein Licht im Dunkeln ist immer schön. Zeigt es doch den Weg zur Haustür und hilft bei der Schlüsselsuche in der Handtasche. Dennoch sollten Sie die Außenbeleuchtung Ihres Hauses nicht permanent angeschaltet lassen. Unnötiges Energieverschwenden kann leicht verhindert werden.

LED-Lampen

LED-Lampen

  • Tauschen Sie in den Lampen, die täglich am längsten brennen, die Glühlampe durch eine LED aus. Bei diesen wird deutlich mehr Strom in Licht umgewandelt. Deshalb verbrauchen LED für die gleiche Helligkeit nur einen Bruchteil des Stroms wie Glühlampen. Zudem wird bei LED auch kaum Strom in Wärme umgewandelt. Die LED bleibt daher auch bei längerem Betrieb kühl (Verbrennungsgefahr bei Glühbirnen!)
  • Welche LED?
    LED haben im Vergleich zu herkömmlichen Lampen eine deutlich geringere Wattzahl. Da bei der LED für die gleiche Lichtmenge weniger Energie gebraucht wird, muss man beim Kauf darauf achten, die richtige LED zu kaufen. So ersetzt eine 7W LED eine herkömmliche 60W Lampe. Um die gleiche Helligkeit zu erhalten wie vorher, muss man also die passende LED kaufen. Entsprechende Hinweise finden Sie in der Regel auf der LED-Verpackung.

  • LED-Lichtfarbe
    Neben der Wattzahl ist beim LED-Kauf auf die Lichtfarbe zu achten. Glühbirnen liegen bei 2700 K und haben damit "warm-weißes" Licht. Beim Ersatz mit einer LED ist zu beachten, dass die Lichtfarbe (neben der passenden LED-Wattleistung) ähnlich oder gleich bleibt. Eine Lichtfarbe von 3000 K würde auch ein grelleres Weiß hinweisen. Dadurch könnte bei gleicher Leistung das Licht als unangehmer empfunden werden.


Standby

DVD-Player, Beamer, Stereoanlage: ein Tastendruck mit der Fernbedienung und schon wird das Wohnzimmer zum Heimkino.

Außer Betrieb laufen die meisten Geräte jedoch im Standby-Modus - im Leerlauf sozusagen. Diese Geräte sind Stromfresser. Sie belasten Ihr Budget unnötig und schaden letztlich dem Klima.

Schalten Sie deshalb Geräte, besonders bei längerer Abwesenheit, konsequent ab oder ziehen Sie den Netzstecker. Wer konsequent seine Unterhaltungselektronik nach der Nutzung abschaltet, spart je nach Verbrauch bis zu 70 Euro im Jahr.

Erfahren Sie in unserem Videobeitrag, wie Sie beim Heizen Energie sparen können.

Energiespartipps

Vollständig abschalten

Vollständig abschalten

  • Überprüfen Sie, ob abgeschaltete Geräte oder deren Netzteile Wärme produzieren. Dies ist ein sicheres Indiz dafür, dass diese Geräte nach wie vor Strom ziehen.

Schaltbare Steckerleisten

Schaltbare Steckerleisten

  • Außer Betrieb laufen die meisten Geräte im Stand-by-Modus - im Leerlauf sozusagen. Diese Geräte sind Stromfresser. Sie belasten Ihr Budget unnötig und schaden letztlich dem Klima. Schalten Sie deshalb Geräte, besonders bei längerer Abwesenheit, konsequent ab oder ziehen Sie den Netzstecker.