Unser Weg zur Netto-Null 2045

Marlene Pliszka
EWR verfolgt das Ziel, bis 2045 Netto-Null Treibhausgasemissionen zu erreichen. Erfahren Sie mehr über unsere Klimastrategie, die jährliche Treibhausgasbilanz, den geprüften Transformationspfad und die Fortschritte auf dem Weg zur Dekarbonisierung.

Als regionales Energiewendeunternehmen tragen wir Verantwortung für eine sichere, bezahlbare Versorgung mit sinkenden Treibhausgasemissionen in unserer Region. Deshalb haben wir uns ein klares Ziel gesetzt: Bis spätestens 2045 Netto-Null Treibhausgasemissionen zu erreichen.
Dieses Ziel bildet einen zentralen Baustein unserer Unternehmensstrategie. Unser Weg dorthin basiert auf einem konkret berechneten Dekarbonisierungspfad, einer jährlichen Treibhausgasbilanzierung sowie dem regelmäßigen Messen unserer Fortschritte.
Dabei setzen wir auf Transparenz, Nachvollziehbarkeit und die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Klimastrategie.
Fachdokument zur Dekabonisierungsstrategie
Ergänzende Informationen zur Dekarbonisierungsstrategie und Klimazielsteuerung von EWR finden Sie in unserem Fachdokument.
Was unser Klimaziel bedeutet
Netto-Null bedeutet für uns, dass wir unsere Treibhausgasemissionen innerhalb der definierten Systemgrenzenso weit wie möglich vermeiden und reduzieren. Erst wenn alle technisch und wirtschaftlich vertretbaren Minderungsmaßnahmen umgesetzt wurden, verbleiben unvermeidbare Restemissionen. Diese müssen langfristig durch Maßnahmen zur Kohlenstoffentnahme ausgeglichen werden. Wir überprüfen unsere Dekarbonisierungsstrategie regelmäßig. Dabei bewerten wir, ob die angenommenen Restemissionen unter Berücksichtigung neuer technischer Entwicklungen weiterhin nachvollziehbar sind. Falls zusätzliche Vermeidungs- oder Minderungsmaßnahmen möglich werden, passen wir unseren Maßnahmenplan sowie die voraussichtlich verbleibenden Restemissionen entsprechend an.
Das Ziel ist ein absolutes Reduktionsziel und bezieht sich auf das Basisjahr 2019. Es gilt für die Gesellschaften des EWR-Konzerns, die entsprechend der veröffentlichten Treibhausgasbilanz in die Bilanzgrenze einbezogen sind. Berücksichtigt werden direkte Emissionen aus eigenen Anlagen und Fahrzeugen, indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie sowie wesentliche vor- und nachgelagerte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette.
Noch nicht vollständig erfassbare Emissionsquellen werden in der jeweils aktuellen Treibhausgasbilanz offengelegt und regelmäßig neu bewertet. Auch das Basisjahr kann bei wesentlichen strukturellen oder methodischen Änderungen neu berechnet werden, damit die Entwicklung vergleichbar bleibt.
Wie wir dem Klimaziel einen gangbaren Weg bereiten
Der Dekarbonisierungspfad beschreibt die geplante Entwicklung der Emissionen bis 2045. Hinter ihm stehen konkrete Maßnahmen, unter anderem in den Bereichen Erzeugungsanlagen, Gebäuden, Netzinfrastruktur und Fuhrpark sowie in der Beschaffung, Mobilität und Kundenversorgung. Für jede Maßnahme werden Zuständigkeiten, Status, Kennzahlen und erwartete Emissionswirkungen betrachtet.
Die einzelnen Maßnahmen befinden sich in unterschiedlichen Planungs- und Umsetzungsphasen. Die dargestellten Emissionsminderungen basieren daher auf dem aktuellen Planungsstand und stellen keine Zusicherung einzelner Ergebnisse dar. Sie bilden den heutigen Planungsstand ab und werden mit neuen Daten und Erkenntnissen immer wieder aktualisiert, mit dem Ziel, den definierten Netto-Null-Pfad bis 2045 einzuhalten.

Bestehende Annahmen und Unsicherheiten entlang der Strategie
Etwa ein Viertel der geplanten Emissionsreduktion liegt im direkten Einflussbereich von EWR. Hierfür haben wir konkrete Maßnahmen mit messbaren Fortschritten entwickelt, um unser bestmögliches Potenzial im Bereich der schrittweisen Emissionsreduktion auszuschöpfen.
Andere Entwicklungen hängen davon ab, wie sich Technologien, Märkte, gesetzliche Rahmenbedingungen, Lieferketten und der Energiebedarf von Kundinnen und Kunden verändern. Besonders relevant ist die künftige Entwicklung des Gasabsatzes und der damit verbundenen Emissionen.
Diese Abhängigkeiten werden nicht als sichere Entwicklung dargestellt, sondern als Annahmen, basierend auf wissenschaftlich berechneten Szenarien. Wenn sich zentrale Annahmen anders entwickeln, können die Emissionen höher ausfallen als im Zielpfad vorgesehen. In diesem Fall überprüfen wir die zugrunde liegenden Annahmen sowie den Maßnahmenplan und leiten bei Bedarf zusätzliche Minderungsmaßnahmen ab.
Wie wir unsere Fortschritte regelmäßig kontrollieren
Um die aktuellen Entwicklungen der Emissionsentwicklung und der Maßnahmenbearbeitung transparent mit dem geplanten Dekarbonisierungspfad abgleichen zu können, nutzen wir folgende Methoden:
- Jährliche Treibhausgasbilanz und Abgleich mit dem Zielpfad
- Regelmäßige Bewertung des Umsetzungsstands und der erwarteten Wirkung einzelner Maßnahmen
- Aktualisierung von Daten, Annahmen, Kosten und Investitionsbedarfen
- Prüfung von Verzögerungen, Risiken und zusätzlichem Handlungsbedarf
- Anpassung bestehender oder Entwicklung zusätzlicher Maßnahmen bei relevanten Abweichungen
Damit bleibt das Ziel überprüfbar: Fortschritte, Abweichungen und Änderungen des Planungsstands werden außerdem in den veröffentlichten Unterlagen nachvollziehbar gemacht.
Was wir für unser Zieljahr 2045 planen
Im Zieljahr 2045 möchte EWR netto null Emissionen nachweisen können. Wie beschrieben liegt der Fokus auf dem Vermeiden und Reduzieren der bestehenden Emissionen. Erst wenn alle Potenziale ausgeschöpft sind, sollen verbleibende Restemissionen durch hochwertige Projekte kompensiert werden. Nach heutigem Planungsstand verbleiben rund 377 Tonnen CO₂-Äquivalente, die nach heutigem technischen Stand nicht weiter vermeidbar sind. Die Höhe dieser Restemissionen wird im Rahmen der regelmäßigen Aktualisierung unserer Dekarbonisierungsstrategie überprüft. Ziel ist es, zusätzliche Vermeidungs- und Minderungspotenziale zu identifizieren und die verbleibenden Emissionen weiter zu reduzieren, soweit dies technisch und wirtschaftlich vertretbar ist.

Verantwortung für unsere Region
Netto-Null 2045 ist für EWR kein Einzelprojekt, sondern ein langfristiger Transformationsprozess. Mit unserem Klimaziel übernehmen wir Verantwortung für eine sichere und zukunftsfähige Energieversorgung in der Region. Gleichzeitig schaffen wir Orientierung für unser Handeln und leisten innerhalb der Bilanzgrenzen einen messbaren Beitrag zur Emissionsreduktion in unserer Region.
Mit dem Ausbau emissionsarmer Infrastrukturen, der kontinuierlichen Senkung unserer Emissionen und einer transparenten Fortschrittskontrolle gestalten wir die Energiewende. Gemeinsam mit Kommunen, Kunden, Partnern und Mitarbeitenden gehen wir diesen Weg aktiv mit und machen Klimaschutz vor Ort sichtbar.
So integrieren wir die Reduktion von Treibhausgasemissionen schrittweise in bestehende Prozesse, Investitionsentscheidungen und betriebliche Abläufe.
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