Der Tag des Baumes

Anja Vogt
Am 25. April feiern wir in Deutschland den Tag des Baumes, an dem es um die Bedeutung von Bäumen für unser Ökosystem und die Umwelt geht. Anlass genug für einen kleinen Rückblick auf ein Aufforstungsprojekt im Ober-Olmer Wald, das wir 2012 gestartet haben. Wie geht es den Bäumen heute?

Bäume gibt es seit ungefähr 350 Millionen Jahren auf der Erde. In Deutschland, insbesondere bei uns in Rheinhessen dominieren heute vor allem Laubbäume wie Eichen, Buchen, Ahorn und Hainbuchen. Diese Bäume sind seit Jahrhunderten Teil der deutschen Wälder und prägen das Landschaftsbild. Allerdings hat der Klimawandel bereits erste Auswirkungen auf die Baumzusammensetzung in unseren Wäldern gezeigt. Aufgrund von steigenden Temperaturen und veränderten Niederschlagsmustern werden wir in Zukunft wahrscheinlich vermehrt mit Trockenstress umgehen müssen. Dies könnte dazu führen, dass sich die Zusammensetzung der Wälder ändert und wir vermehrt auf hitze- und trockenresistente Arten wie die Traubeneiche oder die Robinie setzen müssen. Rheinhessen, bekannt für seine malerischen Weinberge, ist mit nur fünf Prozent Waldfläche eine der waldärmsten Regionen Deutschlands. Auch diese Bäume leiden unter dem Wassermangel und viele Arten sind bedroht. Gerade deshalb liegt es uns am Herzen, Aufforstungen in unserer Heimatregion zu unterstützen und verbliebenen Wald zu schützen und zu erhalten.
Aufforstung im Ober-Olmer Wald
Ein besonderes Beispiel dafür ist unser Engagement im Ober-Olmer Wald, einer grünen Oase inmitten der Weinberge, wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und ein eindeutiger Klimaheld. Im Jahr 2012 haben wir gemeinsam mit den Schülern der dritten Klasse der Essenheimer Grundschule 5.000 Setzlinge auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern gepflanzt. Mit der Aufforstung und Anpflanzung verschiedenster Laubbaumarten wie Ahorn, Buche, Eibe, Esche, und Linde bis hin zu Wildkirschen und Nussbäumen haben wir damals die Patenschaft für einen Hektar Wiederaufforstung übernommen. Damals waren die Kinder voller Enthusiasmus dabei, und obwohl sie längst erwachsen sind, ist ihr Beitrag noch heute spürbar. Die Bäume sind inzwischen 3 bis 6 Meter hoch. Ungefähr 85 % der Bäume sind sehr gut angewachsen und sehen gesund und vielversprechend aus. Durch diese gezielte Aufforstungsmaßnahme und den Schutz bestehender Wälder in anderen Projekten wie beispielsweise den Herrnsheimer Klauern in Worms können wir dazu beitragen, die negativen Auswirkungen des Klimawandels zu mildern und unsere Umwelt für zukünftige Generationen zu bewahren. Wichtig bei solchen Projekten sind uns vor allem auch gute Partnerschaften. Denn als Energiedienstleister sind wir nun mal keine Forstexperten. Durch unseren Partner vor Ort, das Forstamt Rheinhessen, konnten wir sicherstellen, dass jeder investierte Euro zu 100 % in das Wiederaufforstungs-Projekt geflossen ist und so dem Klima und den Menschen vor Ort zugute kam.


Unsere Aufforstungsfläche im Ober-Olmer Wald heute
Die aufgeforstete Fläche ist gut angewachsen. 2012 haben wir hier 5.000 Setzlinge gepflanzt, die heute zwischen 3 und 6 Metern hoch sind: Ahorn, Buche, Eibe, Esche, Linde, Wildkirsche und Nussbaum.


Unsere Aufforstungsfläche im Ober-Olmer Wald heute
Die aufgeforstete Fläche ist gut angewachsen. 2012 haben wir hier 5.000 Setzlinge gepflanzt, die heute zwischen 3 und 6 Metern hoch sind: Ahorn, Buche, Eibe, Esche, Linde, Wildkirsche und Nussbaum.




Wieso feiern wir den Tag des Baumes?
Der Tag des Baumes geht auf eine Initiative aus dem 19. Jahrhundert zurück. Bereits im Jahr 1872 rief der amerikanische Journalist und Politiker Julius Sterling Morton dazu auf, einen speziellen Tag für die Bäume zu schaffen. Ziel war es, das Bewusstsein für die Bedeutung der Bäume zu stärken und die Menschen zum Pflanzen von Bäumen zu ermutigen. Die Idee fand schnell weltweite Unterstützung, und so wurde der Tag des Baumes zu einem festen Bestandteil im Kalender vieler Länder.
Das Datum des 25. Aprils wurde bewusst gewählt, da zu dieser Zeit in vielen Regionen der Welt das Pflanzen von Bäumen besonders günstig ist. Der Frühling ist in vollem Gange, die Temperaturen steigen, und die Natur erwacht aus dem Winterschlaf. Ein perfekter Zeitpunkt, um neue Bäume zu setzen und so einen Beitrag zum Naturschutz zu leisten.
Natürlich! EWR-Nachhaltigkeitsengagement
Wir alle sind von der Natur abhängig, da sie uns lebenswichtige Ressourcen und Dienstleistungen bereitstellt, die für unser Wohlergehen und Überleben unerlässlich sind. Es liegt in unserem eigenen Interesse, die Natur zu schützen und zu erhalten, um eine nachhaltige Zukunft für uns und kommende Generationen zu gewährleisten.
Wir sind überzeugt, dass wir nur gemeinsam eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen schaffen können. Deshalb laden wir euch ein, uns auf unserem Weg zu einer grüneren Zukunft zu begleiten und gemeinsam die Herausforderungen des Klimawandels anzupacken. Jeder neue gepflanzte Baum hilft dem Klima, der Umwelt und den Menschen. Lasst uns gemeinsam für eine Welt kämpfen, in der Mensch und Natur im Einklang miteinander leben können!
Lasst uns den Tag des Baumes feiern – heute und jeden Tag!
Die Leistung von Bäumen
Photosynthese
Bäume nehmen mit Hilfe von Chlorophyll und Sonnenlicht Kohlendioxid (CO₂) aus der Luft auf und wandeln es in Sauerstoff und Energie für ihr Wachstum um. Die Photosynthese ist ein lebenswichtiger Prozess – für den Baum und für uns, weil dabei ein großer Teil des Sauerstoffs entsteht, den wir atmen.
Luftreinigung
Wir haben nachgerechnet: Durch unsere Aufforstung im Ober-Olmer Wald müssten inzwischen ca. 750 Tonnen CO₂ gebunden worden sein. Bäume spielen eine wichtige Rolle beim Reinigen der Luft, denn sie können im Laufe ihres Lebens große Mengen CO₂ speichern und so die Atmosphäre entlasten. Besonders alte Bäume sind dabei sehr wirksam, während junge Setzlinge nach und nach zu verlässlichen Kohlenstoffspeichern heranwachsen.
Wasserkreislauf
Bäume nehmen über ihre Wurzeln Wasser aus dem Boden auf und geben es über ihre Blätter wieder an die Luft ab. Dieser Vorgang wird Transpiration genannt. Er hilft dabei, das lokale Klima zu regulieren, denn die abgegebene Feuchtigkeit unterstützt die Bildung von Wolken und Niederschlag.
Bodenstabilisierung
Die Wurzeln von Bäumen halten den Boden zusammen und schützen so vor Erosion. Sie können außerdem Wasser im Boden speichern und helfen damit, die Bodenfeuchtigkeit zu regulieren und das Risiko von Überschwemmungen zu verringern.
Lebensraum für Tiere und Pflanzen
Bäume bieten zahlreichen Tieren und Pflanzen Lebensraum, Nahrung und Schutz. Viele Arten sind auf Bäume angewiesen, sei es als Nistplatz für Vögel, Lebensraum für Insekten oder Futterquelle für verschiedene Tierarten.
Ort der Erholung
Der Wald ist auch ein wichtiger Ort für Ruhe und Erholung. Im Ober‑Olmer Wald, der rund 350 Hektar groß ist, werden jedes Jahr bis zu 300.000 Besucher gezählt. Gerade in Zeiten voller Hektik bietet er uns die Möglichkeit, abzuschalten und neue Energie zu tanken. Spaziergänge, das Rauschen der Blätter und das Zwitschern der Vögel tragen dazu bei, unser Wohlbefinden zu stärken und die Gesundheit zu fördern.
Schattenspender
Im Sommer kann die Luft schnell unangenehm heiß werden. Unter einem Baum fühlt es sich dagegen sofort kühler an: Seine Blätter halten einen Teil der Sonnenstrahlen ab, bevor sie den Boden erreichen. Außerdem geben Bäume über ihre Blätter Wasser ab – ein natürlicher Verdunstungseffekt, der die Umgebung zusätzlich kühlt.
Lärmschutz
Bäume können Lärm deutlich dämpfen. Ihre Blätter, Zweige und Stämme schlucken Geräusche und mindern so Verkehrslärm oder andere laute Quellen. Dadurch entsteht eine spürbar ruhigere Umgebung – im Wald genauso wie in Grünflächen in der Stadt.
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