EWR-Klimadialog: Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten

Marlene Pliszka
Klimaschutz in Kommunen steht vor großen Herausforderungen: Steigende Anforderungen, begrenzte Ressourcen und komplexe Förderstrukturen. Wie sich diese Herausforderungen konkret bewältigen lassen, zeigte der EWR‑Klimadialog am 6. Mai in Alzey.

Aus dem Klimatreff wird der EWR-Klimadialog
Das Treffen am 06. Mai in Alzey stand ganz im Zeichen der gemeinsamen Weiterentwicklung. Zusammen mit den Teilnehmenden wurde eine inhaltliche und strategische Neuausrichtung des Formats erarbeitet – und ein neuer Name gefunden: „EWR-Klimadialog: Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten".
Der neue Name macht den Anspruch deutlich: Dialog statt Vortrag, Zusammenarbeit statt Einbahnstraße.
Ein zentraler Erfolgsfaktor des Formats ist die aktive Mitgestaltung. Der EWR-Klimadialog lebt davon, dass die Menschen, die täglich mit den Realitäten kommunalen Klimaschutzes konfrontiert sind, selbst definieren, was sie lernen und gestalten wollen.
EWR möchte mit dem Format vor allem die Teilnehmenden nicht nur informieren, sondern Kommunen konkret in der Umsetzung unterstützen – praxisnah, partnerschaftlich und auf Augenhöhe.
Praxis statt Theorie: Was Kommunen wirklich weiterbringt
Der Mehrwert des EWR‑Klimadialogs geht über einen gelungenen Austausch hinaus. Was Kommunen aus dem Klimadialog mitnehmen, ist handfest: aktuelle Informationen zu Förderprogrammen, die im komplexen Förderdschungel oft untergehen. Konkrete Methoden für den Projektalltag und vor allem den Blick über den eigenen Tellerrand. Was hat die Nachbarkommune bei der Wärmeplanung erlebt? Wie priorisiert man Aufgaben, wenn die Ressourcen nicht reichen? Welche Kommunikationsformate funktionieren wirklich, wenn man Bürger und Bürgerinnen für die Energiewende begeistern will?
EWR stellt den Kommunen der Region mit dem Klimadialog ein Austausch‑ und Vernetzungsformat zur Verfügung, in dem kommunale Klimamanager und Klimamanagerinnen ihre Erfahrungen teilen und Themen gemeinsam weiterentwickeln.
Ein Stimmungsbild des Treffens zeigt die Wirkung des Formats. Auf die Frage, welches eine Wort den EWR-Klimadialog beschreibt, antworteten die Teilnehmenden unter anderem: partnerschaftlich, miteinander, Impulse & Inspiration, voneinander lernen sowie gemeinsame Lösungen.
Drei Schwerpunkte, ein gemeinsames Ziel
Die Inhalte des Formats sind bewusst dynamisch angelegt und orientieren sich an den aktuellen Bedarfen der Kommunen. Beim Treffen in Alzey standen drei Themen im Fokus:
Kommunale Wärmeplanung: Die EWR Climate Connection gab Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Fördermöglichkeiten der Wärmewende. Ergänzt wurde der Austausch durch einen interaktiven Teil zu Kommunikationsformaten – mit dem Ziel, die Umsetzung gezielt zu unterstützen.
Projekt- & Zeitmanagement: Unter dem Ansatz „Getting Things Done" tauschten sich die Teilnehmenden zur erfolgreichen Planung und Umsetzung von Projekten im kommunalen Kontext aus. Im Mittelpunkt standen Priorisierung, Struktur und Machbarkeit im Tagesgeschäft. Denn gute Klimaschutzideen scheitern selten am Willen, sondern oft an fehlender Struktur.
Biodiversität & Renaturierung: Eine Sonderführung auf der Ausgleichsfläche von Eli Lilly, geleitet vom Naturgärtner Daniel Steffen, zeigte anschaulich, wie sich Wirtschaft und Naturschutz sinnvoll verbinden lassen.
Der offene Austausch und die aktive Beteiligung zeigten erneut, wie wichtig ein flexibles Format für konkrete Fragestellungen und gemeinsame Lösungsansätze ist. Klare Prioritäten, Struktur und praxistaugliche Methoden sind dabei zentrale Erfolgsfaktoren.
Ausblick: Herbst 2026
Die Rückmeldungen und Themenwünsche aus dem Treffen werden aktuell ausgewertet und fließen direkt in die Planung der nächsten Veranstaltung ein. Der nächste EWR‑Klimadialog ist für Herbst 2026 vorgesehen – mit einem klar geschärften Fokus auf die Bedarfe der Kommunen in der Region.
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